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Beitrittserklärung

 

Vorträge

Veranstaltungsprogramm des Kulturforums Bad Nauheim 2019 / 2020


Ort der Vorträge:   Erika-Pitzer-Begegnungszentrum, Blücherstr. 23
     
Zeit der Vorträge:   Beginn: 19.30 Uhr, Ende: gegen 21.30 Uhr
     
Eintritt:   je Vortrag 4,00 €; Mitglieder, Kurgäste und Rentner: 3,00 €; Erwerbslose und Studenten, Auszubildende, Schüler: 1,00 €
     
     

November 2019

Do., 07.11.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Ursula Stock, Friedberg:
„Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind“
Goethe, Faust 1, Nacht
Faust hat ganz recht: Das Wunder ist nicht wegzudenken aus den Religionen der Welt. Jedes Ereignis, das aus dem Rahmen des Gewohnten fällt, dem Verstande unerklärlich und der Natur anscheinend entgegen, wird dem Wirken des Übernatürlichen zugeschrieben, meist dem eines Gottes. Dabei fällt die Entscheidung, was ein Wunder ist und was nicht, durchaus verschieden aus. Wie immer, es ist und bleibt eine tröstliche Hoffnung in auswegloser Lage. Selbst unsere Zeit, die wenig Glauben, aber viel naturwissenschaftliche Kenntnisse hat, mag auf Wunder nicht gänzlich verzichten.

 

Do., 28.11.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Frank Uwe Pfuhl, Niddatal:
Vogelsberg
Angefangen hat alles vor mehr als 15 Millionen Jahren. Heftige Explosionen erschütterten das Gebiet, kilometerlange Lavaströme flossen talwärts. Es entstand das größte zusammenhängende Vulkangebiet in Mitteleuropa. Steinerne Zeitzeugen sind seitdem Basaltsäulen und auch Steinbrüche. Wiesen und Wälder entstanden auf einer Fläche von gut 2500 qkm. Ungezählte Flüsse und Bäche machten und machen den Vogelsberg mit seinem Wasserreichtum zu einem begehrten Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Heute trägt der vulkanische Untergrund eine Kulturlandschaft, reich an Geschichte und Geschichten, in der noch viele Spuren alten Handwerks und historischer Rohstoffgewinnung abzulesen sind.

 

Dezember 2019

Do., 05.12.2019

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Dr. Katharina Rauschenberger, Fritz Bauer Institut, Frankfurt/M.:
Der »Kalte Krieg« im Gerichtssaal - Der Ostberliner Rechtsanwalt Friedrich Karl Kaul in hessischen Euthanasie-Prozessen in den 1960er Jahren

Anfang der 1960er Jahre setzte in der Bundesrepublik Deutschland eine zweite Welle von Strafprozessen ein, die sich mit den NS-Verbrechen befassten. Die Hessische Justiz unter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer war hier besonders aktiv. Viele Dokumente und Zeugen befanden sich jedoch in der DDR. Rechtshilfeersuche an die Staatsanwaltschaft in Ostberlin stellten die Kontakte über den Eisernen Vorhang her. Die DDR-Behörden reagierten unter anderem darauf, indem sie den Ostberliner Rechtsanwalt Friedrich Karl Kaul als Vertreter von Nebenklägern aus der DDR nach Hessen entsandten. Der Vortrag zeigt, welche Rolle Kaul in den Prozessen um die Krankenmorde in den Heilanstalten einnahm, sei es auf Geheiß der Partei, sei es aus eigener Initiative.

     

Do., 19.12.2019

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Günter Simon, Bad Nauheim:
Auf Wegen ohne Ankunft
Wanderungen auf dem „Hölderlin-Weg“ zwischen Bad Homburg v. d. Höhe und Frankfurt am Main

Immer wieder wanderte Hölderlin zwischen 1798 und 1800 von Homburg v. d. Höhe nach Frankfurt am Main in der Hoffnung, dort Suzette, die Frau des Kaufmanns Gontard, treffen zu können. Unerfüllt wie diese Liebe blieb auch der Plan des jungen Dichters, durch Gründung einer literarischen
Zeitschrift eine sichere Existenz zu gewinnen.

 

 

Weihnachtspause

 

Januar 2020

Do., 16.01.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Dieter Heßler, Bad Nauheim:
Die`68er und die Frauen

Jugendrevolte, 2.Juni 1967: Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke und die APO, Kommune 1, Protest gegen den Vietnamkrieg der USA, gegen die Moral der Eltern, gegen die Verhältnisse an den Universitäten, gegen die Springer-Presse, neue Jugendkultur. Die Frage: „Was blieb davon bis heute?“ ist für viele geklärt, so oder so. Aber die Frage: „Welche Rolle spielten die Frauen bei den Protesten, in den Familien, in den Hochschulen?“ ist dabei bis heute zu kurz gekommen. Der Vortrag versucht, an verschiedenen Teilthemen der 68er-Bewegung deutlich zu machen, welchen Anteil an den familiären und gesellschaftlichen Veränderungen die Frauen hatten, welche Rolle die Medien spielten. Ein Ausflug in einen ganz wichtigen Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte.

 

Do., 30.01.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Armin Häfner, Bad Nauheim:
„Vietnam in den Tagen des Neujahrsfestes 2018, 50 Jahre nach der Tet-Offensive. Eindrücke der Gegenwart und Spuren der Vergangenheit aus Sicht eines Besuchers.

Am 50. Jahrestag der Tet-Offensive hielt sich der Referent in Vietnam auf, das diesen Tag in Fahnen- und Propagandaschmuck beging. Bekanntlich war diese Offensive von nordvietnamesischer Armee und Vietcong am Neujahrstag 1968 ein einschneidendes Ereignis im Vietnamkrieg (1955-1975), militärisch zwar eine Niederlage, propagandistisch und politisch aber ein voller Erfolg für die Angreifer. Bei diesem Aufenthalt besuchte Häfner im Süden des Landes Saigon, heute Ho-Chi-Minh-Stadt, und das Mekong-Delta, in Mittel-Vietnam die Städte Da Nang, Hoi An und nach einer Fahrt über den Wolkenpass die kaiserlichen Residenzstadt Hué sowie im Norden die Hauptstadt Hanoi und das Delta des Roten Flusses mit der Halong-Bucht. Hierbei war für ihn nicht nur der Blick auf die Gegenwart interessant und aufschlussreich, sondern auch, welche geschichtlichen Vorgänge für ihn sichtbar waren und gepflegt werden.

 

Februar 2020

Do., 06.02.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Dr. Wolfgang Brandes, Oerbke:
Der Struwwelpeter und sein Autor Heinrich Hoffmann

Heinrich Hoffmann (1809-1894), volkstümlicher Frankfurter Nervenarzt, treibende Kraft beim Bau einer nach den damaligen Maßstäben modernen psychiatrischen Klinik, Demokrat von 1848, Verfasser von humoristischen Studien, Satiren, aufschlussreichen Lebenserinnerungen und Gelegenheitsgedichten, ab und an auch Zeichner und Karikaturist, ist weltberühmt geworden durch ein Kinderbuch. 1844 benötigte er noch ein Geschenk für seinen drei Jahre alten Sohn Carl. Da ihm keines der in den Buchhandlungen angebotenen Bilderbücher gefiel, dichtete und zeichnete er selbst den „Struwwelpeter“. „175 Jahre Struwwelpeter“ sollen Anlass sein, sich nicht nur mit Hoffmanns bekanntestem Werk zu beschäftigen, sondern auch die Biographie seines Schöpfers und dessen umfangreiches literarisches Werk und seine Rolle als Frankfurter Bürger zu skizzieren.

 

Do., 20.02.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Prof. Dieter Hermann, Berlin:
Vera Rubin und die „Schwarzen Löcher“

Zu den großen Rätseln der modernen Astronomie zählt ein Phänomen, dessen Entdeckung bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückgeht. Die Bewegungen der Sternsysteme in den Galaxienhaufen, aber auch der Sterne in den Galaxien selbst lassen darauf schließen, dass es eine nicht sichtbare Art von Materie gibt, die sich nur durch ihre Gravitationswirkung bemerkbar macht. Besonders die US-amerikanische Astronomin Vera Rubin (1928-2016) hat sich um die Erforschung dieses Phänomens verdient gemacht.

 

März 2020

Do., 05.03.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Prof. Peter Schubert, Friedberg:
Leonardo da Vinci - fragmentarischer Versuch zu seiner Malerei und Zeichnung

Der kaum überschaubare Umfang des komplexen, vielfältigen und zugleich fragmentarischen Lebenswerks Leonardos zwingt zur Beschränkung auf den Versuch einer exemplarischen Annäherung. Dabei ist die Begrenzung auf Malerei und Zeichnung auch deshalb begründet, weil Leonardos Werkbiografie zunächst einmal darin ihre Wurzeln hat. Beide künstlerische Betätigungen verstand er als von Augen und Hand bestimmte geistige, ja wissenschaftliche Tätigkeiten, die ihn zugleich befähigten, beobachtend, gestaltend und theoretisierend die Grenzen des rein Künstlerischen zu überschreiten und damit zugleich Kunst und sichtbare Welt als eine Einheit in Schönheit kenntlich zu machen. Und dies bedeutet für diesen Vortrag, der Anschauung von Beispielen faszinierender Malerei und Zeichnung breiten Raum zu geben.

 

Do., 19.03.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Dagmar Storck, Butzbach:
»Natalie Liebknecht: Die starke Frau an der Seite des SPD-Mitbegründers Wilhelm Liebknecht«

Die 1835 in Darmstadt geborene Nichte des Butzbacher Freiheitskämpfers F. L. Weidig, hochgebildet und selbstbewusst, lernt 1868 den sich mit August Bebel auf einer Wahlkampftour befindlichen Wilhelm Liebknecht kennen und lieben. Sie durchlebt und durchleidet an der Seite ihres Mannes mehr als drei an Kämpfen und Verfolgungen reiche Jahrzehnte. Ihr Mann ist mehrfach in Haft, im Reichstag als Abgeordneter, zu Vorträgen im In- und Ausland oder durch Ausweisung von seiner Familie getrennt. Mit vielen hervorragenden Männern und Frauen der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung und des Kultur- und Geisteslebens steht sie im Gedankenaustausch. Der reichbebilderte Vortrag erinnert an eine für uns alle bedeutende Zeit deutscher Geschichte, so an den Leipziger Hochverratsprozess, Bismarcks Sozialistengesetz, den Kampf gegen Ausbeutung und für Frauenrechte und die Entstehung des 1.Mai als Feiertag, denn all das ist untrennbar mit Natalie Liebknechts Leben verbunden.

April 2020

Do., 02.04.2020

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Prof. Dr. Angelika Hartmann, Bad Nauheim:
Islam und Europa: Kulturvermittlung und Abgrenzungen

Europa und der Islam haben eine lange gemeinsame Geschichte. Diese ist vom Mittelalter bis in die Gegenwart von zahlreichen Transformationsprozessen politischer, gesellschaftlicher und kultureller Art nachhaltig geprägt. Auf dem Weg über das muslimische Spanien (al-Andalus) und durch die Kreuzzüge gelangten eine umfassende Kulturvermittlung und eine deutlich höhere Lebensqualität aus dem islamischen Orient nach Europa. Bis in das Zeitalter der Renaissance erstreckte sich der Einfluss arabischer Wissenschaft. Der Vortrag fragt nach den Ursachen der jahrhundertealten Anziehungs- wie auch Abstoßungskräfte von Orient und Okzident. Zugleich werden Möglichkeiten eines dialogischen Prozesses aufgezeigt.

 
Konzert | Kulturforum Bad Nauheim

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