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Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt € 15,-.

Beitrittserklärung

 

Vorträge

Veranstaltungsprogramm des Kulturforums Bad Nauheim 2017 / 2018


Ort der Vorträge:  Erika-Pitzer-Begegnungszentrum, Blücherstr. 23
Gemeindezentrum St. Bonifatius, Zanderstr. 13
    
Zeit der Vorträge:  Beginn: 19.30 Uhr, Ende: gegen 21.30 Uhr
    
Eintritt:  je Vortrag 4,00 €; Mitglieder, Kurgäste und Rentner: 3,00 €;
Erwerbslose und Studenten, Auszubildende, Schüler: 1,00 €
    
   

November 2017

Do.,02.11.2017

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Prof. Dr. Angelika Hartmann, Universität Marburg:
Fragen zum Islam in Deutschland
In diesem Vortrag stellt Frau Prof. Hartmann die gegenwärtigen unterschiedlichen Erscheinungsformen des Islam in Deutschland dar und stellt fest, dass die Diskussionen über „den“ Islam bei uns noch immer von großen Defiziten bestimmt sind. Deshalb sei zu fragen: Welchen Islam vertritt die Mehrheit der muslimischen Community? Welcher Islam könnte zu Deutschland gehören, und wo liegt die Grenze zwischen Religion und Ideologie? Warum beteuern muslimische Theologen und Vertreter von Verbänden reflexartig nach jedem Anschlag, solche Taten hätten mit dem Islam nichts zu tun? Wo schließlich findet ein innerislamischer Diskurs zum Thema „Gewalt und Toleranz“ statt, und wer könnten die Dialogpartner für ein echtes interreligiöses und gesellschaftliches Miteinander sein? Als unentbehrliche Basis für muslimsiches Selbstverständnis geht die Referentin auch auf Grundzüge des Islam zur Zeit seiner Entstehung im 7. Jahrhundert ein.
Ein Vortrag mit Bildpräsentationen.
 

Do.,09.11.2017

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 

Frank Uwe Pfuhl, Niddatal:
“Nidda 3.0“ Eine Entdeckungsreise von der Quelle bis zur Mündung
Nach dem urprünglichen Zustand (1.0) und der Regulierung vor 50 Jahren (2.0) kann man jetzt die restaurierte “Nidda 3.0“ erleben, deren 90 Kilometer langen Lauf Frank Uwe Pfuhl auf vielen Radtouren entlang der gut ausgebauten Niddaroute von der Quelle bis zur Mündung erkundet hat. Dabei konnte er nicht nur die Rückkehr von Biber, Storch und Sumpfschildkröte, sondern auch eine neue Artenvielfalt feststellen, Wasserfall und Stausee nicht zu vergessen. Nicht zuletzt lockten ihn in den wechselnden Naturräumen zwischen Vogelsberg und Maintal oberhessische Städte und ihre Museen und Biergärten zum Besuch.
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation.

 

Do.,16.11.2017

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

  Gerhard Binzer, Butzbach:
Usbekistan entlang der Seidenstraße zu den alten Städten Chiwa, Buchara und Samarkand
Usbekistan, von der alten Seidenstraße durchzogen, birgt in seinen Städten herrlich geschmückte Moscheen und Paläste und führt seine Besucher von Sandwüsten im Westen über grüne Oasen zu schneebedeckten Bergen im Osten. Neben der Hauptstadt Taschkent sind es vor allem Chiwa mit seiner gut erhaltenen Altstadt, die alte Handelsstadt Buchara, reich an monumentalen Bauten, und Samarkand, wo die Märchen von 1001 Nacht beginnen: unvergleichliche Eindrücke von Kultur und Kunst diesen Landes.
 

Do.,23.11.2017

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

  Prof. Peter Schubert, Friedberg:
Carl Spitzweg in seiner Zeit – von heute aus betrachtet
Carl Spitzweg gilt durch die Darstellung idyllischer Natur und liebenswürdiger Kleinstadtenge noch immer als der Maler des Biedermeier und Chronist der “guten alten Zeit“. Erstaunlich, dass sein künstlerisches Interesse ihn auch in die großen Zentren von Venedig, Paris und London führte, in Städte vielseitiger Kunstentwicklungen. Zu beiden Welten blieb jedoch sein ironischer Blick auf Distanz. So lohnt es sich, vor allem die künstlerischen Eigenarten Spitzwegs, seine Farbgebung und seinen gestalterischen Duktus, kurz: seine malerische Intelligenz neu zu würdigen.
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation./td>
 

Do.,30.11.2017

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

  Prof. Dr. Christine Thomas, Münster:
Warum bebt die Erde?
Trotz der in den letzten Jahrhunderten entwickelten menschlichen Fähigkeit, sich gegen Naturkatastrophen in gewissem Maße zu schützen, bleiben Erdbeben eine in jeder Weise erschütternde Erfahrung des Menschengeschlechts. Die Referentin fragt, durch welche Mechanismen die gigantischen Platten der Erdoberfläche – in der Regel an bestimmten Stellen oder Regionen – in Bewegung geraten. Wovon hängt die Stärke eines Bebens ab, und wie kann man diese Stärke messen oder voraussagen? Wie hängen sodann Vulkanausbrüche und Tsunamis mit Erdbeben zusammen? Zuletzt gefragt: Ist unser heimatlicher Bereich frei von einer Erdbebengefahr?
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation.
 

 

Weihnachtspause

 

Januar 2018

Do.,18.01.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Günter Simon, Bad Nauheim:
Das Elsass – Vom Zankapfel zur Völkerbrücke
Mehrere Jahrhunderte lang war das Elsass zwischen Frankreich und Deutschland umkämpft und musste sich wechselnder Oberherrschaft unterwerfen. Schon früh aber hat diese Landschaft zwischen Rhein und Vogesen friedensstiftende Geister, wie Martin Bucer und Albert Schweitzer, hervorgebracht. Andere fanden in ihr Zuflucht und geistige Anregung, so Georg Büchner und Alfred Döblin. Nach schmerzhaften Erfahrungen ist das Elsass heute durch seine Lage, seine Landschaften und Kultur längst zum Bindeglied zwischen den Völkern Europas geworden.
Ein Vortrag mit Text- und Bildprojektionen.
 

Do.,25.01.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

  Dr. Stefan Nawrath, Friedberg:
Das Verschwinden der Blumenwiesen
(und was wir dagegen unternehmen können)
Artenreiche Wiesen und Weiden, voll von Blumen und Insekten, waren noch bis zum Zweiten Weltkrieg eins der verbreitetsten Elemente unserer Kulturlandschaft. Heute stehen sie auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Biotoptypen. Gerade die urbanisierten Landschaften bieten aber durch „neuartiges“ Grünland große Flächenpotentiale für eine ökologische Aufwertung. Der Vortrag mit Powerpoint-Präsentation will eine Vision aufzeigen, wie wir im Siedlungsraum artenreiche und attraktive Lebensräume entwickeln können, um den Menschen eine lebenswerte und zukunftsfähige Umwelt zu bieten.
Ein Vortrag mit Text- und Bildprojektion.
 

Februar 2018

Do.,07.02.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Ursula Stock,Friedberg:
Mathilde von Canossa, eine selbst- und pflichtbewusste Herrscherin (1046-1115)
Mathilde von Canossa, Markgräfin von Tuszien, war die mächtigste Frau ihrer Zeit. Selbstbewusst und hartnäckig beteiligte sie sich am Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst- bis hin zum Höhepunkt des Canossa-Gangs Heinrichs IV. Früh verwitwet, wusste diese Markgräfin ihre Rechte und die Herrschaft über die Toscana zu sichern, dabei weniger am Genuss von Macht und Glück als an ihrer Verantwortung als Fürstin interessiert.
Ein Vortrag über eine ungewöhnliche Frauengestalt des Mittelalters.
 

Do.,08.02.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Horst Liebelt, Bad Vilbel:
Guatemala-Indioland mit großer Geschichte und ungewisser Zukunft
Horst Liebelt, der seit 50 Jahren Guatemala bereist, führt seine Zuhörer anhand von Farblichtbildern durch die Schluchten der vulkanreichen Hochgebirge im Süden des Landes, dessen Schönheit sich vor allem bei einer Fahrt über den Atitlan-See offenbart. In Tikal und anderen Städten blieben die astronomischen und architektonischen Zeugnisse der hohen Maya-Kultur erhalten, während die Barockbauten in Antigua und der Hauptstadt Guatemala auf die koloniale Vergangenheit des Landes verweisen. Ein Besuch des stimmungsvollen Marktes der Quiche-Indios lenkt nur vorübergehend von den sozialen und politischen Spannungen ab, die das Land belasten, das nach einer wechselvollen Geschichte um eine bessere Zukunft kämpft.
 

Do.,15.02.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Dr. Thomas Schwab, Bad Nauheim:
Die Gebrüder Langsdorf, zwei gelehrte und erfolgreiche Söhne Nauheims
Karl Christian Langsdorf (1757-1843) bildete sich nach dem Studium von Philosphie, Rechtswissenschaft und Mathematik zunächst zum Fachmann in der Salinentechnik und danach zum angesehenen Gelehrten der Mathematik und des Maschinenbaus weiter, widmete sich darüber hinaus auch theologischen Fragen. 60 Bücher und Aufsätze zeugen von seinen vielseitigen Begabungen und Tätigkeiten. Auch sein ältester Bruder Johann Wilhelm (1745-1827) war ein anerkannter Fachmann der Salzwerkskunde, legte jedoch den Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf das Rechtswesen und die Verwaltung.
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation
 

Do.,22.02.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

  Prof. Dr. Dieter Herrmann, Berlin:
Unter dem Wendekreis des Steinbocks – Himmelsforschung in Chile
– ein astronomischer Reisebereicht
Chile hat sich zum Mekka der internationalen Astronomie entwickelt. Zahlreiche Großobservatorien, darunter das weltgrößte Very Large Telescope mit seinen vier 8,2-Meter-Instrumenten auf dem Cerro Paranal, operieren in großer Höhe inmitten der Atacama-Wüste. Zahlreiche Staaten sind an der Finanzierung und Nutzung dieser Instrumente beteiligt, darunter auch Europa mit seiner Europäischen Südsternwarte (ESO). Herrmann fragt: Wie funktionieren die modernen Teleskope? Welchen wissenschaftlichen Fragen gehen die Forscher mit diesen Großinstrumenten nach? Er berichtet anhand faszinierender Bilder von seiner Reise in eins der trockensten Gebiete der Erde, über dem sich nachts ein Sternenhimmel von unbeschreiblicher Leuchtkraft und Schönheit ausbreitet. Dabei vergisst er nicht, auf das astronomische Wissen chilenischer Taxifahrer und auf Pablo Nerudas Beziehung zu den Sternen einzugehen. Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation.
 

März 2018

Do.,01.03.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Dr. Almut Mey, Berlin:
Ein Kampf um Schottland –
Jahrhundertelange Revolten in Dichtung und Wahrheit
Immer wieder kam es auf der Britischen Insel zwischen Engländern und Schotten zu blutigen Kämpfen um die Vorherrschaft. Sicher der bekannteste Konflikt war der zwischen Elisabeth II. und Maria Stuart, den Schiller in einem großen Drama zu deuten unternahm. Der Jakobiten-Aufstand unter „Bonnie Prince Charlie“ ist ein weiteres kriegerisches Ereignis, das wie zahlreiche andere seinen Niederschlag in Literatur und Musik fand. Den letzten Akt der spannungsreichen Geschichte bildet das gescheiterte Referendum zur schottischen Unabhängigkeit 2014. Vieles spricht dafür, dass damit diese historische Rivalität noch nicht beigelegt ist.
Ein Vortrag mit Digitalbildern.
 

Do.,08.03.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Dr. Hendrik Kamps, Fachdienst Landwirtschaft im Wetteraukreis:
Bleibt die Wetterau unser „Nähr-Boden“?
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Landwirtschaft in der Wetterau: Wie haben sich die Methoden der Bodennutzung und der Tierhaltung in den letzten 60 Jahren verändert? In welchem Maße reduzierte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, und wie gestalten sich die Preise für ihre Produkte? Was macht die besondere Bedeutung des Wetterauer Bodens aus, und welche Bedeutung hat er für die Sicherung der Ernährung der Menschen in der Region? Ackerbau und Besiedelung – ein Konkurrenzkampf?
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation.
 

Do.,15.03.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 15.03.2018 Dr. Wolfgang Brandes, Oerbke:
Von John Gays „Beggars Opera“ zur „Dreigroschenoper“ von Brecht-Weill
Bert Brechts 1928 in Berlin uraufgeführte „Dreigroschenoper“ mit der Musik von Kurt Weill wurde zum größten Theatererfolg der 1920er Jahre. Brecht bediente sich dabei der „Beggars Opera“, die John Gay (Text) und Christoph Pepusch (Musik) 200 Jahre früher geschaffen hatten. Aber in der Folge bewiesen nicht nur Benjamin Brittens musikalische Neubearbeitung, sondern zahlreiche Arrangements und Inszenierungen die schier unerschöpfliche
Stärke dieses alten Opernstoffs.
Ein Vortrag mit Tonbeispielen und Powerpoint-Präsentation.
 

Do.,22.03.2018

Erika-Pitzer-Begegnungszentrum

 Armin Häfner, Bad Nauheim:
Albanien - Blick eines Besuchers auf Geschichte und Gegenwart des wenig bekannten Landes
Der Vortrag wendet sich zunächst der Hauptstadt Tirana zu, Stätte des Wirkens des Nationalhelden Fürst Skanderbeg, und sucht nach dem Besuch der Altstadt von Elbasan die Adriaküste mit den Städten Dürres, Vlora und Saranda auf. Einblicke in die Kultur des Landes vermittelt der Besuch von Berat, der „Stadt der 1000 Fenster“, und der Welterbestätte Gjirokaster, in der der Staatsgründer Enver Hoxha geboren wurde. Das Kloster Ardenica und die religiös bedeutsame Stadt Kruje bildeten Vororte orthodoxen Glaubens gegen die osmanische Macht. Mit dem Besuch von Apollonia, der UNESCO-Welterbestätte Butrint, einem „zweiten Troja“, und von Phonike wird für den Betrachter die antike Geschichte Albaniens lebendig.
Ein Vortrag mit Powerpoint-Präsentation.
 

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