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Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt € 15,-.

Beitrittserklärung

 

Vorträge

Programm des Kulturforums Bad Nauheim

Herbst '22 bis Frühjahr '23


Ort der Vorträge:   Erika-Pitzer-Begegnungszentrum
Blücherstr. 23, 61231 Bad Nauheim
     
Datum und Beginn:   Donnerstag, 19:30 Uhr, Ende: gegen 21:00/21:30 Uhr
     
Eintrittspreise:   4,00 €; Mitglieder 3,00 €
     
     

November 2022

Do., 03.11.2022

 

 

Frank Uwe Pfuhl, Assenheim
Fast weg? – Das große Artensterben

Wer darauf achtet, merkt es schon selbst ganz konkret: Es gibt kaum noch Vögel im Garten, es sind immer we- niger Insekten unterwegs; aber es gibt auch immer we- niger Pflanzen, nicht nur für die Bienen und nicht nur in den privaten Grundstücken. Frank Uwe Pfuhl wird uns die Gründe, den Verlauf und notwendige Maßnahmen vorstellen, die gegen das „große Artensterben“ notwen- dig sind, und das alles – wie bei jedem Vortrag bisher – gerade auch mit Blick auf unsere Wetterau

     

Do., 17.11.2022

 

Almut Brücher, Bad Nauheim
Lebensreform

Die Lebensreform war die erste umfassende, zivilisati- onskritische Protestbewegung gegen die schädlichen Auswirkungen der entstehenden Industrie- und Mas- sengesellschaft am Ausgang des 19. Jahrhunderts sowie gegen die erstarrten Konventionen des Wilhelmi- nismus. Dagegen setzten die Lebensreformer ihr Kon- zept einer anderen Moderne, eines neuen Menschen, der sich durch Gesundheit, Natürlichkeit, schlanke Körperlichkeit und jugendliche Schönheit auszeichne- te. Die Natur – das Sehnsuchtsbild der Lebensreformer - war das antizivilisatorische Gegenbild zu rauchenden Schloten, großstädtischen Elends- und Massensiedlun- gen und der Düsternis des Asphalts.

 

Dezember 2022

Do., 01.12.2022

 

Dr. Wolfgang Brandes, Oerbke
Stille Nacht & White Christmas – Die Geschichte zweier Weihnachtslieder

Am 24. Dezember 1818 übergab Joseph Mohr, der Hilfspriester an der St-Nikolai-Kirche in Oberndorf bei Salzburg, seinem Freund Franz Xaver Gruber, ein selbstverfasstes Gedicht mit der Bitte, der Dorfschulmeister möge es noch für die Christmette in der Nacht vertonen. Innerhalb weniger Stunden entstand mit „Stille Nacht, Heilige Nacht!“ das beliebteste deutschsprachige Weihnachtslied. Ein Jahrhundert später schuf Irving Berlin 1940 an seinem Swimmingpool in Los Angeles „White Christmas“, weil er sich nach einem Weihnachtsfest im Schnee sehnte. Er komponierte damit nicht nur ein bald weltbekanntes Weihnachtslied, sondern den erfolgreichsten Popsong der Welt mit über 500 Adaptionen in Dutzenden von Sprachen und allein mehr als 30 Millionen verkauften Singles in der Version von Bing Crosby. Besondere Bedeutung kam in der Rezeptionsgeschichte dieses Liedes der von Elvis Presley gesungenen Fassung zu. Wolfgang Brandes wird die Geschichte der Entstehung und der Nachwirkung dieser beiden einzigartigen Weihnachtslieder auf unterhaltsame Weise nachzeichnen.

 

Do., 15.12.2022

 

Dr. Christa-Irene Nees, Bad Nauheim
Rudolf Stedler (1911-2003) – Einblick in sein Leben und Vielfalt des künstlerischen Werkes

Beschäftigung mit allem, was ihm vor die Augen kam und was darstellbar war, das ließ schon das Kind Rudolf Stedler zu Schere, Stift und Farben greifen, um es für Andere wichtig werden zu lassen. Dass für sein Leben einzig eine künstlerische Tätigkeit in Frage kam, dass sie seinen Lebensinhalt bestimmen sollte, darin bestand für ihn nie ein Zweifel. Es lässt sich an seinem Lebenslauf und der aus praktischen Erwägungen getroffenen Entscheidung, Kunsterzieher zu werden, gut nachverfolgen. Dies wird im ersten Teil des Vortrages aufzuzeigen sein. Die Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten soll danach vorgestellt werden. Es war nicht nur die Graphik, sein Hauptfach während der Ausbildung, in deren verschiedenen Techniken er bemerkenswerte Arbeiten hinterließ. Auch in der Aquarellmalerei, in Tempera, Öl und Mischtechniken entstanden beeindruckende Werke, so Landschaften, Blumenbilder, Porträts und abstrakte Werke.

 

 

Weihnachtspause

 

Januar 2023

Do., 19.01.2023

 

Dieter Heßler, Bad Nauheim
„Die Bürde des Weißen Mannes“!? Westlicher Ethnozentrismus heute – Allgemein und in der Philosophie

Der bekannte Ausdruck „Die Bürde des Weißen Mannes“ von Rudyard Kipling weist mehrdeutig zurück in die Hochphase des Kolonialismus im ausgehenden 19. Jahrhundert. Der Vortrag geht der Frage nach, inwieweit westliche, insbesondere europäische Vorstellungen immer noch geprägt sind von der Geringschätzung anderer Kulturen bzw. Ethnien, u.a. im Bereich der Philosophie.

     

Do., 26.01.2023

 

Prof. Dr. Anette Baumann, Friedberg
Frauen vor Gericht in der Vormoderne. Frauen hatten in der Vormoderne nicht unbedingt das Recht vor einem Zivilgericht eine Klage einzureichen. Vielmehr waren sie unter bestimmten Bedingungen auf männliche Hilfe angewiesen. Am Beispiel des Reichskammergerichts, des Höchsten Gerichtes des Alten Reiches (1495-1806), soll gezeigt werden, unter welchen Umständen Frauen klagen konnten und welche Risiken sie eingehen mussten. Anhand der Klage der Gouvernante der Prinzessinnen von Nassau-Weilburg erhalten wir zudem Einblick, wie sich Frauen ihrer Rechte bedienten und welche Hindernisse dabei auftreten konnten.

Februar 2023

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Do., 02.02.2023

 

Prof. Dr. Ute Eva Eisen, Gießen
Die vergessenen Frauen des frühen Christentums

Im Vortrag werden bekannte und unbekannte frühchristliche Frauen in neuer Perspektive vorgestellt. Das sind Frauen wie Maria aus Magdala, Junia, Phoebe, Thekla u.a. Es wird nachgezeichnet, was uns das Neue Testament und andere frühchristliche Quellen über sie verraten und wie sie historisch und theologiegeschichtlich einzuordnen sind.

     

Do., 16.02.2023

 

Prof. Peter Schubert, Friedberg
Hier bewegt sich nichts – über die Zeit im Kunstwerk

Behandelt werden soll die Frage, wie in der Bildenden Kunst, hier exemplarisch vor allem in der Malerei, in der ruhenden Gegenwart eines Werks das Fließende der Zeit kenntlich gemacht werden kann. Dabei geht es nicht primär um Bildmotive, mit denen traditionell Aspekte von Zeit sinnbildlich dargestellt sind, sondern um den Versuch aufzuzeigen, wie durch die künstlerischen Darstellungsmittel die Vorstellung des Fortschreitens in der Zeit in einer dargestellten Situation anschaulich gemacht werden kann. Dabei ist die historische Zeit der Bildentstehung mitzudenken, also aufzuzeigen, wie das Spannungsverhältnis zwischen dem zwangsläufig dauerhaft Präsenten einer Darstellung mit der Zielvorstellung des Unabgeschlossenen in verschiedenen Zeiten in ganz unterschiedlicher Weise produktiv gelöst wurde.

März 2023

Do., 02.03.2023

 

Dr. Jörg Lindenthal, Friedberg
Neue Grabungsfunde in der Wetterau

Wie sich bei seinem letzten Vortrag gezeigt hat, ist die Wetterau ein bedeutendes archäologisches Kleinod in Deutschland. Entdeckt, gegraben und gefunden wird auch in unserer Region zur Zeit intensiv. Schon seit langer Zeit war die Wetterau besiedelt von Kelten, Römern und Germanen. Dr. Lindenthal möchte die neuesten Grabungsfunde und die bereits gesicherten Ergebnisse, soweit vorhanden, vorstellen.

     

Do., 16.03.2023

Günter Simon, Bad Nauheim
„Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen“ in der Neuzeit – Der 2. Band des Spätwerkes von Jürgen Habermas

Der ehemalige Vorsitzende des Kulturforums hat bei seinem letzten Vortrag den Band 1 „Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen“ aus dem Lebenswerk von Jürgen Habermas „Auch eine Geschichte der Philosophie“ vorgestellt. Jetzt geht es um den Band 2 des wohl bedeutendsten Gegenwartsphilosophen Deutschlands mit dem Titel „Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen“ in der Neuzeit.

     

Do., 30.03.2023

 

Dr. Matthias Eigelsheimer
Nordamerika – ein Kontinent der ‚Unkultur‘?

Die unmittelbare Nachkriegszeit war von einem durchaus ambivalenten Verhältnis zu Nordamerika geprägt: politisch gesehen erkannte man in der deutschen Gesellschaft sehr rasch die Vorteile von Demokratie und Marktwirtschaft, deren Erhalt man den USA zu Gute schrieb, kulturell waren die Importe von Cola, Comics und Musik besonders in konservativen Kreisen verrufen und man versuchte die Kinder – meist ohne Erfolg – davon fernzuhalten. Das sei ja keine ‚Kultur‘. In der Zeit der Jugendproteste in den 60er Jahren kehrte sich das Verhältnis um: jetzt standen Musik und Literatur hoch im Kurs, während man sich politisch mehr als zu distanzieren versuchte. An diesem Abend wollen wir einmal versuchen, die amerikanische Kultur zu sehen, ohne dabei durch die Brille Europas zu sehen. Wie und aus welchen Anfängen hat sie sich entwickelt, vor allem literarisch und philosophisch? Selbstverständlich kann das nur eine geistige Stippvisite über ‚den großen Teich‘ sein, aber vielleicht regt es dazu an, den Blick zu weiten.


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